Der Pascha von Magdeburg                     Ein Orient-Wiki für Magdeburg


 

  Vom Mai 2018 bis zum Welttag der kulturellen Vielfalt am 21. Mai 2019 arbeitete eine Kunst- und Geschichtswerkstatt unter Federführung eines Teams von der Landesvereinigung kulturelle Kinder- und Jugendbildung Sachsen-Anhalt e.V. und des ICATAT mit Schüler*innen des Hegel-Gymnasium Magdeburg unter dem Titel “Texte.Färben.Heimat”. Das Projektergebnis ist diese Webseite, gefördert durch die Maßnahme "Jugend ins Zentrum" der Bundesvereinigung soziokultureller Zentren e.V.  im Programm "Kultur macht stark" des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) und erarbeitet zusammen mit der Magdeburger Bevölkerung und vielen Schülerinnen und Schülern. Gemeinsam mit Kindern und Jugendlichen, mit der Großelterngeneration von Magdeburger*innen und zugezogenen Neumagdebürger*innen gingen wir auf Erinnerungs- und Entdeckungsreise in unserer Stadt (und es geht weiter!):
Wer erinnert sich noch an die Magdeburger Sagen, in denen Tataren, Araber, Türken und Osmanen eine Rolle spielen, wer kennt noch die entsprechenden Häuser und die Sandstein-Osmanen im Dom? Wer weiß woher der Tatarenturm am Dom seinen Namen hat? Warum schrieb Theodor Heuss 1948 einen Text gerade über den Magdeburger Karl Friedrich Detroit, den späteren Mehmed Ali Pascha? Warum gingen Ernst Reuter, Bruno Taut und Friedrich Schrader in die Türkei und was hinterließen sie in Magdeburg? All das fragten wir Schüler*innen, die
Nachbar*innen von Fern und von Nah nebenan, die Älteren und die Jungen, die Mehrheit der Religionslosen, als auch die Minderheiten mit muslimischen, jüdischen, christlichen, jesidischen oder anderen Bekenntnissen.

Zusammen mit Journalist*innen, Künstler*innen und Wissenschaftler*innen aus Magdeburg, aus der Ukraine, Albanien, Syrien, Kurdistan  und Tatarstan werden Texte veröffentlicht und in diesem Projekt-blog als Fundstücke deutsch-islamischer Geschichte präsentiert. Sie zeigen, welche Erinnerungen an diese nicht alltäglichen Geschichten noch wach sind oder wie sich Magdeburger*innen – Alteingesessene und Zugezogene – darin wiedererkennen.