Der Pascha von Magdeburg auf Reisen

Unser Buch "Der Pascha von Magdeburg. Der Orient in Mitteldeutschland" ist nun permanent auf Reisen zusammen mit Autorinnen und Autoren, den Illustratorinnen und Übersetzer*innen. Protagonist*innen aus den Texten des Buches und Plätze der Handlungen des Buches werden besucht, Bücher übergeben und Geschichten ausgetauscht. Hier gibt es ein paar Eindrücke davon.


Film-Premiere "Jenseits des Tatarenturms"

 

Besondere Zeiten verlangen auch besondere Kulturformate: Um trotz der Corona-Pandemie Kunst und Kultur zu den Menschen zu bringen, ersannen die Macher*innen des Kulturzentrums Moritzhof in Magdeburg spontan eine Online-Fernseh-Serie: „Hof on Air“ wurde gestartet und lädt Kulturschaffende aller Branchen ein vor die Kamera zu treten. Am 13. April zeigt die .lkj) Sachsen-Anhalt in Kooperation mit dem Offenen Kanal Magdeburg sowie dem Institut für Caucasica-, Tatarica- und Turkestan-Studien (ICATAT) unter anderem die Filmpremiere „Jenseits des Tatarenturms“.

 

Präsentiert werden dabei Ergebnisse dreier Projekte: Das Buch „Der Pascha von Magdeburg“, die Bürger-Mitmach-Plattform www.pascha-magdeburg.de  sowie als jüngstes Werk der Film „Jenseits des Tatarenturms“. Dessen Untertitel „Mit dem Pascha von Magdeburg unterwegs in Tatarstan“ verrät auch worum es geht. Inspiriert vom Buch „Der Pascha von Magdeburg“ machten sich fünfzehn Jugendliche und Fachkräfte aus Deutschland auf in die Republik Tatarstan in der Russländischen Föderation.

 

Gemeinsam wurden tatarische Künstler*innen und Jugendliche, Dichter*innen und Akademiker*innen besucht, die im Buch aus Magdeburg eine Rolle spielen. Es wurden Pascha-Bücher überreicht zum Beispiel an die Direktorin des islamischen Filmfestivals und an die Tochter des Schriftstellers Näbi Däüli, der nahe Magdeburg während des Zweiten Weltkrieges KZ-Haft und Zwangsarbeit überlebte. Zusammen mit fünfzehn tatarischen Jugendlichen und Künstler*innen wurde gereist, debattiert, gefilmt, musiziert, gelayoutet, gestritten, gelacht, entworfen und fotografiert. Ein besonderes Augenmerk des Films liegt auf der tatarischen Jugendkultur zwischen Tradition, Rockmusik und kultureller Bildung.

 

 

Viktoria Lukina aus Estland und Alexandro Huber aus Österreich, zu dem Zeitpunkt beide Freiwillige im Offenen Kanal Magdeburg, begleiteten die dreißig Menschen zwischen dem Ausgangspunkt der Reise, dem Tatarenturm in Magdeburg und dem Teufelsturm von Alabuga ganz im Osten Tatarstans. Die intensive wochenlange Begleitung des Projekts, Schnitt, Untertitelung und Übersetzungsarbeiten konnten durch die großzügige Unterstützung des Offenen Kanals gewährleistet werden.

 

 

Die Zuschauer*innen von „Hof on Air“ haben am Ostermontag ein unterhaltsames Programm erlebt: Lars Johansen hat die beiden Pascha-Buch-Autoren Ammar Awaniy und Dr. Mieste Hotopp-Riecke interviewt, gefolgt von der Filmpremiere und abschließend haben der krimtatarische Saxophonist Enver İbrahimoğlı und der kurdische Saz-Spieler Moustafa Moustafa ein kurzes Live-Konzert im „Kino unterm Dach“ des Moritzhofes gegeben .

 

Die Sendung wird regulär ebenfalls vom Offenen Kanal Magdeburg ausgestrahlt.

 

 

 Ferkel Lotofwine ist ein irrlichternder polyglotter Projekte-Fan mit eigenem Web-Auftritt. Seit Jahren begleitet er Magdeburger Projekte auf allen Kontinenten von den Rocky Mountains bis nach Tokio. Danke Kollege F.L.! Diverse Reisen, Projektbesuche bei der .lkj) und dem ICATAT sowie Kreativ-Ideen können auf seiner Facebook-Seite entdeckt werden. https://www.facebook.com/ferkel.lotofwine

Hier können Sie den Film anschauen:

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Unterwegs in Tatarstan


Das Epitaph des Johann von Lossow

In der Marienkapelle der Kommende Bergen besuchten Ammar Awaniy und Dr. Mieste Hotopp-Riecke das Epitaph des Johann von Lossow. Was es mit diesem Epitaph, dem Ritter von Lossow und den Türkenkriegen auf sich hat, lest Ihr in unserem Buch im Kapitel von Gunter Hirschligau "Von der Börde in die Türkenkriege" sowie in seinem Roman "Der Schatz der Magdalenerin". Die Kommende Bergen wurden 1093 das erste Mal urkundlich erwähnt. Heute besitzen die Eheleute Walter und Elisabeth Kremer den Gebäude- und Landwirtschaftskomplex, zwei Landwirte aus Dreileben. 

 

 

  • (Die Illustration rechts stammt von Gunther Czyrnik aus Eilsleben, mit freundlicher Genehmigung des Dr. Ziethen-Verlag, Oschersleben, 2009).

 

 

Zum Weiterlesen: 

 

  • Auch die Kapitel „Die Lanzenreiter der Mark und ihr Tatarengeneral von Günther“ und „Orientalische Inspirationen im Dom zu Magdeburg“ im Buch "Der Pascha von Magdeburg" gehen auf Johann von Lossow ein.

Der Magdeburg-Pascha auf der Langen Nacht der Wissenschaft!

Einer von über 300 Programmpunkten der Langen Nacht der Wissenschaft am 25. Mai war unser Projekt »Der Pascha von Magdeburg. Der Orient in Mitteldeutschland«.  Das Ergebnis dieses Projekts ist ein Buch mit 45 mehrsprachigen Kapiteln und  tollen Illustrationen von spannenden Geschichten über den Orient in Magdeburg und Sachsen-Anhalt! Unser Projekt-Blog ist die Kurzform, das parallel dazu entstandene Buch die Langform der Interkulturgeschichten. Für die, die sich für Geschichte, Jugendkultur und Literatur interessieren, war dieser Programmpunkt wärmstens zu empfehlen, um die Wissenschaftsnacht richtig genießen zu können. Wir, Ammar Awaniy, Mieste Hotopp-Riecke und  Dzhemile Umerova hatten tolle Gespräche, interessierte Gäste, kurze mehrsprachige Lesungen! Danke an unsere Gastgeber*innen, die Kolleg*innen der Otto-von-Guericke-Universitäts-Bibliothek!!


Der Pascha in Genthin


StadtSafari

Unsere StadtSafari »Auf den Spuren des Paschas von Magdeburg« fand Mitte Mai im  Rahmen des  25sten .lkj)-Geburtstages statt. Dzhemile Umerova und Dr. Mieste Hotopp- Riecke, der Co-Autor und Herausgeber des Buches »Der Pascha von Magdeburg. Der Orient in Mitteldeutschland«  führten durch die schillernde Interkulturgeschichte unserer Stadt und erzählten  interessierten Jugendlichen und Bürger*innen die  faszinierenden Fakten von der Moschee »Ar-Rahman« über die Sandstein-Osmanen im Magdeburger Dom  bis zum Tatarenturm.